Tag: 3. Juli 2020

Vorbild Google: Mehr Transparenz und Agilität dank der OKR-Methode

Recap – Impulse zur OKR-Methode vom 30. Juni 2020: Was haben Google, Daimler, Edeka und Telekom gemeinsam? Alle Großkonzerne nutzen die Methode Objectives & Key Results, kurz OKR, um ihre strategischen Ziele zu entwickeln. OKR steht frei übersetzt für Ziele und Schlüsselergebnisse. Was die Stärken des Tools sind und wie man es anwendet, erklärte die Digitalagentur Digital Guides in einem Webinar, das vom Verein IT-Cluster Oberfranken ausgerichtet wurde. Rüdiger Herbst, CO-Founder und Managing Partner bei Digital Guides gab gemeinsam mit Anja Gstöttner, Network-Partner Digital Guides, einen Einblick in die Welt von OKR. Die beiden Expert*innen lieferten als Einstieg in das Webinar Input zu den Hard Facts und Grundkonzepten, bevor sie sich dann in eine Frage- und Diskussionsrunde mit den Teilnehmenden der IT-Cluster-Veranstaltung begaben. Die Präsentation wurde vorab professionell voraufgezeichnet im Studio des Bamberger Startups mediatain productions. Zu den Inhalten des Vortrags: Objectives und Key Results liefern ein Werkzeug zur besseren und messbaren Entwicklung und dem Erreichen von Zielen. Dabei unterscheiden sich die beiden Begriffe und implizieren zwei grundlegende Fragestellungen, die man sich, der Abteilung oder dem Team beantworten muss: Was will ich erreichen?  Steht hinter dem Zielbegriff (Objectives) Wie werde ich das Ziel erreichen? Steht hinter dem Begriff der Schlüsselergebnisse (Key Results) Die Stärke von OKR liegt auch darin, dass man – anders als bei einer normalen strategischen Planung – viel agiler unterwegs ist. Ein Zyklus dauert nur drei Monate, bevor wieder neue OKRs gesetzt werden. Neben dieser Agilität liegen weitere Vorzüge der Methode auf der Hand: Steigerung der Selbstverantwortung, Beteiligung der Mitarbeiter*innen, messbare Ergebniskennzahlen durch die Key Results oder auch mehr Transparenz in abteilungsübergreifender Form – um nur einen Auszug zu nennen. Ein Knackpunkt ist, dass OKR vor allem in Großkonzernen eingesetzt wird – wie an den einleitenden Beispielen deutlich wird. Aber Herbst legt die Methode auch kleineren Firmen ans Herz: „Gerade da habe ich sehr gute Erfahrung gemacht, weil vielleicht auch manche mittelständische Unternehmen aus einem Bereich kommen wo die Mitarbeiter bis zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht in die Strategieentwicklung eingebunden werden“. Mit der Anwendung der Methode geht auch „viel Kulturwandel“ einher, berichtet Herbst und Gstöttner macht deutlich, warum das so ist: „Jede Abteilung weiß von den OKRs der anderen“, damit sei „Silodenken bald Geschichte von Gestern“. Das passiere gerade durch den hohen Stellenwert, den man der Transparenz in OKR einräumen soll, aber „manchmal ist Transparenz vielleicht gar nicht so gewollt“, greift der Herbst die Bedenken von Unternehmen auf. Um den Aspekt der Transparenz dreht sich auch die anschließende Diskussion mit den Teilnehmer*innen. Denn hier liegt der Knackpunkt der Methode – Transparenz ist Vorrausetzung, um die Ziele zu erreichen, aber sowohl Mitarbeiter*innen als auch Manager*innen hätten mit Transparenz Schwierigkeiten, berichten Gstöttner und Herbst von ihren Erfahrungen. Wer Lust auf den Vortrag bekommen hat und mehr Details zur konkreten Umsetzung der OKR-Methode erfahren will, kann sich die Aufzeichnung der Präsentation auch auf Youtube anschauen: Viel Spaß dabei!