IT-Cluster Oberfranken: ITCO Absolventenpreis 2021

Johannes Kade, von der Hochschule Hof sowie Andreas Erhard und Carlo Stingl von der Universität Bamberg erfolgreich beim Absolventenpreis. Für ihre Arbeiten erhielten sie jeweils 2.000 Euro Preisgeld.

Am Standort Oberfranken gibt es jährlich viele hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Um dieses Potenzial der Region aufzuzeigen, prämiert der IT-Cluster Oberfranken seit 2011 praxisrelevante Abschlussarbeiten aus diesem Bereich. Das Finale und die Preisverleihung des „ITCO Absolventenpreises 2020“ fand in diesem Jahr erneut online statt. Da der Gewinner Johannes Kade von der Hochschule Hof aufgrund von Krankheit seine Arbeit nicht persönlich präsentieren konnte, entschied die Jury, das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro zu gleichen Teilen auszuschütten. „Damit wollten wir auch den besonders erschwerten Bedingungen ein Stück weit gerecht werden“, sagte der Sprecher der Jury und stellvertretender Vorsitzender des IT-Clusters Thomas Feike. „Alle drei Themen waren auf hohem Niveau und die Entscheidung denkbar knapp.“

Mit Blockchain-Technologie knapp die Nase vorn

„Signierung von Dokumenten auf Basis der Blockchain-Technologie“: Mit diesem Thema hat sich Johannes

Kade von der Hochschule Hof in seiner Abschlussarbeit befasst. Die dahinterstehende Blockchain-Technologie erlaubt es, Informationen fälschungssicher zu übermitteln. Möglich macht dies eine dezentrale von vielen Teilnehmenden gemeinsam genutzte Datenbank. Auf diese Weise lassen sich Kopien ausschließen. „Das Thema war sehr interessant und für die praktische Anwendung perspektivisch, dies gab letztlich den Ausschlag für den ersten Platz“, so Thomas Feike.

Mit dem Thema Container aktuellen Trend der IT beleuchtet

Die Abschlussarbeit von Andreas Erhard beschäftigt sich mit einem der großen Trends in der IT: Container. Unter dem Titel „Entwicklung und Risikobetreuung einer hybriden Containerarchitektur“ entstand die von Professor Udo Krieger am Lehrstuhl für Informatik betreute Masterarbeit in Kooperation mit der Firma Brose Fahrzeugteile. Es ging dabei um die praktische Einführung von Containern im Unternehmen. Hierfür hatte Erhard unter anderem einen 14-Punkte-Plan entwickelt. Container sollen Anwendungen beschleunigen und vereinfachen. Aktuell müssen viele Unternehmen jedoch noch die Voraussetzungen schaffen, um mit Containern arbeiten zu können. Auch mit den nötigen Voraussetzungen für die Arbeit mit dieser Technologie beschäftigte sich deshalb die Abschlussarbeit.

Intelligente Wasserhähne sollen Handhygiene verbessern und Leben retten

Jedes Jahr sterben in Deutschland 10.000 bis 20.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Mit einer Erfindung, die das Hygieneverhalten verbessern und Menschenleben retten können, beschäftigt sich die Abschlussarbeit von Carlo Stingl. Er forschte über den energieautarken, intelligenten Wasserhahn. Einem Wasserhahn, der zur Messung und Verbesserung des Handhygieneverhaltens beiträgt. Mit einer Spülung der Leitung verhindert er außerdem die Bildung von Legionellen. Aktuell sind die Wasserhähne, von denen die Masterarbeit in Zusammenarbeit mit der Firmen Oras Group und Hans Armaturen GmbH handelt, bereits in 80 Pilotprojekten in ganz Deutschland im Einsatz. Unter anderem in der Berliner Charité‘, dem Fraport und einem Bamberger Kindergarten. Betreut wurde die Masterarbeit von Professor Thorsten Staake von der Fakultät für Wirtschaftsinformatik.

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