Mitgliederversammlung im Digitalen Gründerzentrum Einstein1

Am 8. Februar 2023 traf sich der IT-Cluster Oberfranken zu der jährlichen Mitgliederversammlung, dieses Mal im Digitalen Gründerzentrum Einstein1 in Hof. Neben den üblichen Inhalten wie dem Kassenbericht aus 2022 und den Finanz- und Aktivitätenplan im neuen Jahr, wurde der Nachmittag vor allem durch den Beitrag von Dr. Jens Löbus über die Arbeit in einem Digitalen Gründerzentrum sowie dem Vortrag von Prof. Dr. René Peinl über das Projekt MOONRISE bereichert. Ein weiterer Ankerpunkt der Veranstaltung war die Nachricht über einen Vorstandswechsel. Einen Überblick zu den Inhalten der Mitgliederversammlung finden Sie hier im Artikel. Der protokollarische Ablauf wird den Mitglieder:innen per Mail zugesandt.

 

Als Gastgeber der Veranstaltung oblag nach der Begrüßung zunächst Dr. Jens Löbus das Wort. Der Geschäftsführer des Digitalen Gründerzentrums Einstein1 beschrieb die Räumlichkeiten „nicht nur [als] Gebäude, sondern Netzwerk“.  Unter der Devise „Sichtbar Mehrwert schaffen!“ arbeite das Gründerzentrum unter anderem daran, Mehrwerte für Sponsoren zu schaffen, Startups in- und extensiver zu fördern sowie KMUs und Stakeholder effektiver zu unterstützen. Das Einstein1 ist ein Ort, der Kreativität bündelt, Digitalisierung stärkt sowie Vernetzung anregt und somit auch wunderbar geeignet für die Mitgliederversammlung des IT-Clusters.

 

Das Projekt MOONRISE

 

Diese schritt im Programm weiter mit einem Vortrag von Prof. Dr. René Peinl. Als wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof und Gesamtprojektleiter bei MOONRISE, konnte er aus erster Hand über das Bundesförderprojekt zu Mass Customization berichten. Bei MOONRISE haben sich acht produzierende Unternehmen, drei Prozessberater, vier IT-Dienstleister, zwei Hochschulen und zwei Netzwerke zusammengeschlossen, um die digitale Transformation der Regionen Oberfranken und Südwestsachsen zu stärken. Der ITCO beteiligt sich unter der Konsortialführerschaft des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof sowie der Technischen Universität Chemnitz an dem innovativen Vorhaben.

 

Prof. Peinl erläuterte für die Anwesenden das Vorgehensmodell in den KMUs und führte näher in die diversen Arbeitspakete ein. Diese kommen mit der Einführung eines Manufacturing Execution System (MES), Retrofitting von Bestandsanlagen und Fortgeschrittenen Datenanalysen entweder in der Infrastruktur zum Tragen oder beschäftigen sich durch VR/AR, Mobiles Arbeiten und Technologiegestützte Qualifizierung mit der Arbeitswelt der Unternehmen. Prof. Peinl schloss seine Ausführungen mit einem lehrreichen Zwischenfazit zum Projekt: Nach eineinhalb Jahren MOONRISE sei klar geworden, dass ‚Open Innovation‘ Zeit brauche. Aber auch wenn das Multi-Projektmanagement sich als äußerst komplex herausgestellt habe und die Beteiligung bisher unterschiedlich stark ausgefallen sei, „können sich die Partnerunternehmen langsam öffnen und Informationen sowie Herangehensweisen austauschen“. Weitere Informationen sind hier zu finden: www.projekt-moonrise.de.

 

Veranstaltungen 2022 und 2023

 

Anschließend übergab Prof. Peinl das Wort an Hans Ulrich Gruber, Vorstandsvorsitzender des IT-Clusters, der den Anwesenden einen kurzen Rückblick über das vergangene Jahr gab, das vor allem durch diverse Online-Formate getragen wurde. Daneben stellten der erste KI-Walk, eine Wanderung im Landkreis Kulmbach zur Vernetzung mit den Inhaber:innen der neuen KI-Professuren an den oberfränkischen Hochschulen sowie das IT-Unternehmensevent in Schloss Thurnau im Juli 2022 mit dem Thema IT-Sicherheit ein Highlight dar. Berichtenswert waren in diesem Zusammenhang auch die Aktivitäten des IT-Clusters im Rahmen des Projekts MOONRISE. Hierbei berichtetet Anna Häfner, Netzwerk- und Projektmanagerin bei MOONRISE, von sechs Online-Dialogen, einem Workshop zum Dreh von Schulungsvideos und einem Projekttreffen der beteiligten Partner.

 

Mit großem Interesse verfolgten die anwesenden Mitglieder Thomas Feikes (Mitglied Vorstandschaft) Ausführung zu den geplanten Veranstaltungen im Jahr 2023. Von einem Afterwork-Event mit der Digitalfabrik im Februar über das IT-Forum Oberfranken an der Universität Bamberg im März und das IT-Unternehmer-Event in Thurnau im Juli (siehe Infokasten) bis zu einem weiteren KI-Walk im Mai und der Teilnahme am #UFIS23 ist die erste Jahreshälfte bereits gut gefüllt. Darüber hinaus ist noch ein Online-Dialog über Forschungsprojekte und Kooperationen mit Hochschulen sowie eine Veranstaltung mit der IHK für Oberfranken zum Thema Notfall-Management und IT-Sicherheit geplant. Auch im Projekt MOONRISE ist die Jahresplanung weit fortgeschritten. 2023 stehen unter anderem wieder Online-Dialoge und Workshops in Präsenz im Kalender, die sich beispielsweise um kollaboratives Arbeiten, Retrofitting, datenbasierte Wertschöpfung und digitale Transformation drehen. Über alle Veranstaltungen, die Örtlichkeiten und Möglichkeiten zur Anmeldung werden wir Sie rechtzeitig per Mail und auf unserer Homepage informieren.

 

Neuer Vorstand – bekanntes Gesicht

 

Ein weiterer Punkt der Mitgliederversammlung war die Wahl der Vorstandsmitglieder, der bisherige Vorsitzende Hans Ulrich Gruber und der Stellvertretende Vorsitzende Thomas Feike ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Die dritte Person im Vorstand, die gemäß der Vereinssatzung durch die IGZ Bamberg GmbH entsendet wird, wurde neu besetzt. Seit 2019 hatte Marion Mages, Geschäftsführer der IGZ Bamberg GmbH, die Position inne. Er übergab in der Mitgliedsversammlung das Amt an Katharina Kroll, Standort- und Netzwerkmanagerin des Digitalen Gründerzentrums LAGARDE1 in Bamberg. Mario Mages bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen sowie den Mitgliedern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünschte seiner Nachfolgerin viel Erfolg.

 

Neben der Änderung im Vorstand will sich der Verein zukünftig auch inhaltlich etwas anders aufstellen. Es gilt herauszuarbeiten, wofür der IT-Cluster Oberfranken steht. Der Fokus soll zum einen auf allgemeinen IT-Basisthemen gehen. Dabei kann der Verein als Drehschreibe für anfragende und suchende Unternehmen gelten.  Zum anderen wird stärker auf die Themen Sustainability und KI eingegangen. Hierzu wird eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. René Peinl. gestartet und aufgebaut.

 

Bevor der Abend mit einem gemeinsamen Abendessen schloss, entschieden sich alle stimmberechtigten Anwesenden dazu, dem Vorschlag zu folgen, die Leser:innen der Website und Follower:innen der Social Media Kanäle künftig zu duzen.

 

In diesem Sinne: Danke, dass Du als Mitglied, Leser:in oder Interessierte:r Teil des IT-Clusters Oberfranken bist. Folge uns gerne auf LinkedIn und Facebook für Neuigkeiten aus der Region, Einblicke in die Cluster-Arbeit und jede Menge Veranstaltungstipps.   

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